casa bajo los pinos

Das Gebäude fügt sich sanft in die ländliche Topografie der Region Felanitx auf Mallorca ein. Es vermittelt zwischen der vorgefundenen harten Kante des nördlichen Pinienwaldes und der sanften südlichen Hügellandschaft. Die typische rurale Architektur der Region wird durch maximale Abstraktion weiterentwickelt, was zu einer modernen Interpretation der ländlichen mallorquinischen Gebäudetypologie führt. Die präzise Raumgliederung sorgt für eine überraschende Vielseitigkeit der Raumabfolge. Verschiedene Raumbreiten sorgen für völlig unterschiedliche Raumeindrücke. Dies wird durch die in der Höhe unterschiedlich positionierten nördlichen vier Meter hohen Fensterflügel entsprechend der Raumnutzung weiter ausformuliert. Zum Süden hin erweitert eine vorgesetzte Pergola den Innenraum hinaus in die Landschaft. Die privaten Schlafräume, die an den beiden Gebäudeenden platziert sind, öffnen sich ausschließlich zu den angegliederten Patios. Dadurch ergibt sich ein introvertierter privater Bereich, der durch einen «privaten» Dschungel ergänzt wird. Alle Räume sind auf der Nord- und Südseite durch Schiebetüren voneinander getrennt. Bei geöffneten Schiebetüren ergeben sich Durchblicke durch alle Räume – das Gebäude verwandelt sich in eine transparent anmutende Gebäudehülle. Die Auswahl der Materialien orientiert sich an den lokalen Anforderungen. Der Beton im Innenraum trägt nicht nur zur skulpturalen Erscheinung der Konstruktion bei, sondern ermöglicht als thermischer Speicher eine autarke CO2-neutrale Energieversorgung. Die Aussenhülle wurde mit einem (mit der rötlichen Erde des Grundstücks angereicherten) Kalkputz überzogen, wodurch sich das Gebäude harmonisch in die Umgebung einfügt. Die meisten verwendeten Baumaterialien wurden vor Ort im Umkreis von 5 Kilometern produziert.

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